04 Jun

Sloppy hat einen genialen Ansatz als Cloud-Anbieter

Wenn ich Sloppy richtig verstehe, wollen sie ein Cloud-Anbieter sein, der grundsätzlich bei den Großen mitmischt. Und ich denke, dass werden sie auch, denn Sloppy nicht aus dem Silicon Valley sondern aus Köln zeigt mir gerade, was AWS, Google Cloud und Azure eigentlich falsch machen.

Sloppy ist im Wesentlichen ein Cloud-Anbieter, der auf den Kern der Sache konzentriert ist: Container (ob jetzt Pod oder Docker oder oder) spezifizieren und und den Cluster hochfahren. Das, sowie die restlichen Aufgaben, die es im Operrationsumfeld gibt, sollten nicht, eigentlich nicht und hätten es nie müssen: Hexenwerk sein.

Beispielsweise etwas, was vollkommen unterschätzt ist: Die sogenannte Docker-Compose-Datei. Im eigenen Team habe ich es miterlebt: Docker-Compose wird so ein bißchen als Spiellösung abgetan. Es ist aber ein komplett ausreichendes, universelles Interface um Cluster im Allgemeine zu definieren. Ob das jetzt Kubernetes, OpenShift oder sonst was läuft.

Sloppy hat dies sofort erkannt. Mindestens über deren CLI-Tool kann man diese Docker-Compose-Datei hochladen und damit den gesamten Cluster hochfahren und konfigurieren. Ich finde es schon alleine bemerkenswert, dass so eine kleine Firma ein beachtliches, einfach zu nutzendes CLI-Tool entwickelt und den Users zu Verfügung stellt.

Die GUI ist bereits jetzt sehr gut verwendbar. Es lassen sich verschiedene Projekte erstellen. Verschiedene Zonen. Ich kann die Container (standarmäßig vom Docker-Hub) definieren und die Instanzen skalieren. Rolling-Deployments kommen gleich mit.

In CI/CD Pipeline kann ich ohne viel Aufwand Deploymentsteps definieren, die die Anwendungen auf die jeweiligen Umgebungen deployen bis durch auf die Produktionsumgebung.

Ich weiß nicht, welche Wünsche das offen bleiben, für welchen Anwendungsfall.

Evtl. gibt es diverse Compliantsrichtlinien, die sich ohne die Konfigurationsmöglichkeiten eines AWS oder Azure nicht realisieren lassen. Okay. Aber das ist doch dann die eigentliche Niesche.

Eigentlich könnten man sogar darauf wetten, dass sich herausstellen wir, dass der Sloppy-Ansatz eigentlich für die Masse geeigneter ist, als die großen Cloud-Anbieter. Denn der Betrieb via Sloppy erfüllt im Prinzip alles, was 95% der aktuellen Nutzer derzeit bei AWS und Co. nur kompliziert und umständlich und nicht so einfach bekommen. Das macht Sloppy schon sehr gut.

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