Archiv des Autors: Lissi Furch

Gelernt: Suchmotivation kann auch indirekt sein

Für unsere Smoketests, die wir häufig für alle möglichen neuen Angebote durchführen, ergab sich, dass unsere DevOps-Dienstleistungen nicht direkt das Kaufinteresse des Kunden ansprechen konnten. Am Beispiel unserer DevOps-Angebote, konnten wir also nicht auf die naheliegenden Suchbegriffe gehen. Beispielsweise „devops dienstleistungen“ oder „devops team beauftragen“. Warum nicht und wie haben wir das gelöst?

TL;DR: Das Suchvolumen ist nicht groß genug. Es lässt sich kein ausreichend großer Traffic in kurzer Zeit für einen Smoketest erreichen. Es müssen benachbarte Interessen (z.B. plulp „softwareentwicklung beauftragen“) mit dem DevOps-Angebot beworben werden.

Spannenderweise ist das Interesse via Google für ein Buzz-Thema wie DevOps nicht groß genug. Die IT-Entscheider lieben dieses Thema, weil es langfristig Geld spart. Und dennoch: Dienstleistungen werden nicht gesucht.

In der SEO-Fachsprache Folgendes: Die Intention der Suchen (der sogenannte „Intent“) ist eher „informational“ und nicht „commercial“. Es gibt insgesamt vier: „transactional“ und „navigational“ sind die anderen zwei. Bei kommerziellen Suchen handelt es sich um Anfragen, welche in einen Kauf oder eine (vermutlich) kostenpflichtige Dienstleistung münden sollen. Beispielsweise “Dreirad kaufen, Betreuung Online Marketing“. Eine informative Suche ist in der Regel ein einzelner Begriff, welchen man erklärt haben möchte oder auch ein Vorgang oder eine Tätigkeit, die man erläutert haben mag. Als Beispiel “Europaparlament”, “Wie ziehe ich Tomaten auf dem Balkon?”, “Hinkelsteinherstellung”.

Es wird also nach DevOps gesucht, aber eher zu informativen Zwecken. Warum das so ist, ist mir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht klar. Eine Erklärung wären die verschiedenen Markttypen (nachzulesen beispielsweise bei Steve Blank, „Four Steps to the Epiphany“, https://www.youtube.com/watch?v=6y3WIrgp_NY): Blank sagt, es gibt vier Typen von Märkten, nämlich existierende, resegmentierte, neue und Klonmärkte. Zählt DevOps noch zu den neuen oder resegmentierten Märkten? Dann sucht es niemand. Aber ist das so? So buzzy das Thema ist, bin ich ziemlich sicher, es ist DevOps-Dienstleistungen ein etablierter und damit existierender Markt in dem es ja auch genügend Konkurrenz gibt. Nach „Flugtaxi bestellen“ sucht erstmal noch kaum jemand. Wenn ich Flugtaxis anbiete, bin ich erstmal in einem neuen Markt und muss erstmal das Suchvolumen eine „adjacent“ (benachbarten) Marktes anzapfen: „Taxi bestellen“. Da habe ich natürlich mit erhöhten Streuverlusten zu kämpfen, aber das ist Preis des Innovationsgrades.

Ansonsten habe ich nur eine Arbeitshypothese. Vielleicht informiert sich ein Entscheider heute über die Vorteile von DevOps, ist aber in den meisten Fällen ohnehin mit einem Entwicklungsdienstleister bedient, bei dem er dann die Umstellung auf DevOps-Prozesse fordert und beauftragt.

Aus unserer Erfahrung gibt es viele Software-Dienstleister, die keine automatisierten CI/CD-Prozesse haben oder nur rudimentäre. Zumindest nach der informativen Recherche sollte also ein kommerzielles Interesse entstehen, um externe Hilfe dazu heranzuziehen. Was sich nach meinem Verständnis in einem entsprechenden Suchverhalten widerspiegeln sollte. „devops beratung“ z.B. Da dies nicht so ist, habe ich offensichtlich noch eine Verständnislücke. Ich werde das weiter analysieren.

Gelernt habe ich aber schonmal: Wenn ich Birnen via Google verkaufen möchte, kann ich nicht unbedingt darauf setzen, dass Kaufinteressierte „Birnen kaufen“ suchen. Das muss ich erst validieren. Falls das Ergebnis ist, das Suchvolumen ist gering, ist die Frage wieso. Eventuell weil Birnen out sind. Die saisonale Nachfrage nicht da ist. Es gibt viele Gründe. Wenn das nicht passt, kann es auch sein, dass nur indirektes Interesse besteht und man über – ich nenne sie mal so – „Strohmann-Keywords“ gehen. Dann muss ich mich für meine Birnen bei der Suche „Äpfel kaufen“ unterhaken.

Artikelbild: Illustration mit einer Gruppe von Kartenspielern die Planning Poker spielen

Die 6 besten Planning Poker Tools zur freien Verfügung

Ein Update für 2024 gibt es hier zu lesen.

Das Planen im agilen Umfeld muss möglichst schnell und doch möglichst präzise sein. Ausschweifendes Schätzen mit Pflichten- und Lastenheft ist hier nicht gefragt. Wir wollten schnell zu neuen Ergebnissen kommt und darauf aufbauen.

Dennoch bedarf es einer gewissen Schätzung der anstehenden Aufgaben. Es empfiehlt sich, gemeinsam mit dem ganzen Team an der Planung zu arbeiten, damit sich alle Beteiligten gegenseitig austauschen können. Doch Experten, erfahrenere Kollegen oder extrovertierte Kollegen können die leisen Stimmen entmutigen und so das Ergebnis einer Diskussion verfälschen. Um spielerisch, einfach und objektiv zu schätzen bietet das Planning Poker (auch bekannt als Scrum-Poker) das richtige Werkzeug. Dabei geht es darum, den Aufwand einer Aufgabe einzuschätzen, um sich einen Überblick über die geplanten Aufgaben zu verschaffen.

Der Autor dieses Beitrags ist nicht unbefangen, bemüht sich dennoch um höchste Objektivität. Eines der aufgeführten Spiele wurde von uns entwickelt. Die Vorteile der anderen Planning Poker werden in diesem Artikel gleichwertig herausgearbeitet.

Planning Poker objektiviert den Schätzprozess bei Refinementmeetings und Sprintplannings. In einer klassischen Diskussion beeinflussen sich die Teammitglieder oft gegenseitig. Beispielsweise seniorigere Kollegen den Nachwuchs. Durch Planning Poker lässt sich Produktivität mit ein bisschen Spaß verbinden. Mit Schätzpoker werden sich alle Mitarbeiter motiviert fühlen und in einer guten Stimmung an den Aufgaben beteiligen. Der gesamte Arbeitsprozess gestaltet sich als sehr angenehm für alle Seiten.

Vorgehensweise

Jeder, der an der Planning-Poker-Session teilnehmen möchte, bekommt eine Anzahl an Spielkarten mit unterschiedlichen Nummern. Im ersten Schritt wird die Aufgabe oder ein Teil davon vorgestellt und alle Mitarbeiter wählen die Karte mit der Nummer aus, wie hoch oder wenig Aufwand sie dafür schätzen würden. Die Karten werden mit der Zahl nach unten in die Mitte des Tisches gelegt und nachdem alle ihre Entscheidung getroffen haben, aufgedeckt. Nun können sich die Kollegen über die Ergebnisse austauschen und seine Position begründen. Im zweiten Schritt wird der Vorgang wiederholt und alle sind dazu aufgefordert, nachdem der Meinungsaustausch stattgefunden hat, noch mal eine Schätzung abzugeben. Idealerweise einigen sich alle Mitarbeiter auf eine bestimmte Zahl. Ein Kompromiss ist gut, jedoch ist das Ziel vom Scrum-Poker, dass sich keiner von den Meinungen anderer beeinflussen lässt. Als Orientierung gilt nämlich die am meisten vertretene Zahl.

Diese Methode wird bereits von vielen großen Unternehmen eingesetzt und zeigt seine positive Wirkung. Schätzpoker ist eine agile Methode, die mit einer Vielzahl an Vorteilen überzeugt. Es verhilft dabei, bessere Strategien zu planen und den eigentlichen Arbeitsaufwand richtig einzuschätzen, denn oft verschätzen sich erfahrene Profis ebenso wie Anfänger und Praktikanten. Außerdem trägt diese agile Methode automatisch zum Teambuilding bei, denn im Pokerprozess wird auf gleicher Ebene agiert, unabhängig davon, welche Position ein Mitspieler eigentlich im Unternehmen oder im Team hat. Durch die Besprechungen und Diskussionen werden Meinungen nicht nur ausgetauscht, sondern man lernt viel voneinander. So können gegenseitig wertvolle Erfahrungen und Tipps von den Kollegen gesammelt werden.

Natürlich gibt es heute diverse Planning-Poker-Tools online, die uns die Möglichkeit geben, auch remote ein Teammeeting zu organisieren und gemeinsam am Sprint-Planning zu arbeiten. Diese kostenlosen Sprint-Poker-Tools stehen Ihnen frei, kostenlos zur Verfügung:

Agile Casino

https://agilecasino.kehrwasser.com/

Derzeit können wir über Agile Casino sagen, dass es sehr zuverlässig funktioniert. Wir nutzen es selbst bei Plannings in verschiedenen Teams. Es kann ohne Registrierung kostenlos genutzt werden. Es können beliebig viele Runden gespielt werden. Von mehr als sieben Spielern und weiteren Beobachtern. Unbegrenzt viele weitere User können als Zuschauer dem Raum beitreten. Es können einfach Einladungen an Teammitglieder z.B. per Mail oder der Chatanwendung der Wahl versendet werden. Bei Agile Casino können die Fibonaccizahlen als Punktesystem und weitere vorbereitete Reihen wie T-Shirtgrößen oder Power-of-2 gewählt werden. Auch individuelle Reihen können gewählt werden.

  • Es wird zügig auf Featurewünsche reagiert
  • Spieler können individualisiert werden

Scrum: Die maximale Anzahl von 7 Entwicklern (oder anderen Personen) in einem Entwicklerteam bzw. Scrumteam, laut Scrum Guide, ist damit abgedeckt.

planitpoker.com

https://www.planitpoker.com/

Eine ähnliche Variante ist die Planitpoker App, die sich vor allem dadurch auszeichnet, dass es besonders unkompliziert zu bedienen ist. Die Anmeldung erfolgt mit einem Klick und Sie können mit einer Planningsitzung direkt starten. Auch hier ist das Design eher schlicht gehalten, was die App angenehm für den Benutzer macht.

scrumvee.com

https://scrumvee.com/

Hier gibt es eine extra Portion Motivation für die Teilnehmende. Jedes mal, wenn die geschätzte Zahl einer Person ausgewählt wird, bekommt diese ein paar Punkte. Wer am Ende der Sitzung die meisten Punkte verdient hat, geht als der Sieger raus. Spieler haben so einen Anreiz, gut überlegte Schätzung abzugeben. Andererseits könnte es auch dazu führen, dass Spieler schneller dazu hingerissen werden, gewissen Leitwölfen zu folgen. Als Schätzungen zu übernehmen. Scrumvee ist ebenso als Mobile App oder online frei verfügbar.

planningpokeronline.com

https://planningpokeronline.com/

Es dauert nur wenige Sekunden, sich einen Account anzulegen und schon kann ihr Meeting starten. Sie können zwischen verschiedenen Bewertungseinheiten wie klassische Schätzpoker Zahlen oder Kleidungsgrößen wählen. Bei Bedarf besteht auch die Möglichkeit, die Zeit zum Nachdenken zu reduzieren und einen Timer zu setzen. Dadurch wird angeregt, dass die Teilnehmer ihre ersten Gedanken äußern, also eine spontane Einschätzung, ohne lange zu überlegen. Erfahrungsgemäß sind unsere ersten Gedanken meist die richtigen.

Firepoker

https://firepoker.io/

Noch eine gute Alternative für Sprint-Poker online, die sich vor allen dadurch auszeichnet, dass es so einfach gestaltet ist und dass der eigentliche Prozess unfassbar schnell anfangen kann, denn es dauert gar nicht so lange, bis eine Runde organisiert wird und alle Teilnehmende eintreten können. 

Parabol

https://www.parabol.co/agile/sprint-poker/

Dieses online Scrum-Poker-Tool ermöglicht es, die Planning-Session bis auf das kleinste Detail zu personalisieren. Individualisieren können der User die Farben der Kärtchen, Zahlen oder Symbole und noch vieles mehr. Außerdem erhalten Sie am Ende der Sitzung ein Protokoll über die Ergebnisse direkt auf Ihre E-Mail.

Ein Siebtes ist zu erwähnen:

scrumpoker.online

https://scrumpoker.online/

Die App ist kostenlos und man kann sie sowohl vom Handy aus als auch online vom Desktop nutzen. Das Interface ist vergleichsweise einfach gestaltet. Für mobile Geräte ist es sehr gut geeignet. Teilnehmer können über den Einladungslink dem Spiel beitreten.

Für ein paar Runden Sprintplanning gibt es auch eine Vielzahl an Apps für Android oder iOS. 

Wirtschaftlicher Nutzen von CI/CD

Produktinnovation ist in einer digitalisierten Welt der Schlüssel zum Erfolg. Um sich vom Wettbewerb abzuheben, sollen Innovationen so rasch wie möglich und voll funktionsfähig an den Markt gebracht werden. Doch konventionelle Entwicklungsmethoden sind meist schwerfällig und bremsen die Time-to-Market. Um die Zeitspanne zwischen Entwicklung und Marktveröffentlichung zu verkürzen, sind in der Vergangenheit effektive Ansätze entwickelt worden.

Bei konventionellen Vorgehensweisen, vergehen teilweise Monate bis es zu einem Release kommt. Zunächst müssen alle Fehler behoben und Funktionen entwickelt bzw. erweitert werden. Erst danach folgt ein großes Update. Dabei werden beinahe alle Änderungen und Anpassungen manuell durchgeführt und der Prozess wird dementsprechend anfälliger für Fehler. Der gesamte Prozess ist wenig flexibel sorgt oftmals für komplexe Workarounds für die Entwickler.

Eine Lösung für dieses umständliche Vorgehen muss her. Ein lohnender Ansatz soll den Entwicklungsprozess von Software vereinfachen und zugleich beschleunigen: Das CI/CD.

Unterschied zwischen Continuous Integration (CI) und Continuous Delivery (CD)

Was ist also CI/CI? CI bzw. CD steht für Continuous Integration bzw. Continuous Delivery. Continuous Integration (CI) ermöglicht eine kontinuierliche Integration von neuem Code in ein gemeinsames Repository während Continuous Delivery (CD) für die Überführung des Codes von Repository in die Produktion zuständig ist.

Durch die Anwendung von CI/CD können sowohl die Fehlerquote als auch der Release-Zyklus minimiert werden. Im ersten Schritt, der Continuous Integration, testet der Entwickler den von ihm produzierten Teil des Codes bevor er ihn in das Controle-Repository übermittelt. Danach folgt meist eine neue Quellcode-Version, welche mittels Unit-Tests auf Fehler geprüft und in Testumgebungen eingefügt wird. Hier werden auch ganzheitliche Systemtests durchgeführt. Wenn der neue Teil des Codes erfolgreich alle Tests durchlaufen hat, wird das Team automatisch benachrichtigt. Zudem werden Informationen über die Anzahl der Tests und der gefundenen Fehler gesammelt.

Continuous Delivery (CD) setzt dort an, wo Continuous Integration endet. Bevor Software in die Produktionsumgebung übermittelt wird, werden Systemtests, Unit-Tests (inklusive API-Tests und Lasttests) und Integrationstests durchgeführt. Diese Tests sind allesamt Teil von Continuous Delivery und werden automatisch durchgeführt. Über den kompletten CI/CD-Prozess hinweg, können Fehlermeldungen rasch und direkt über Feedback-Kanäle an die Entwickler weitergeleitet werden.

Nachfolgend sind die relevantesten Vorteile von CI/CD aufgelistet, die letztlich in einer Kostensenkung resultieren.

  • Kleine Schritte: Statt große Teile des Codes auf einmal zu integrieren und in späterer Folge deren Fehler umständlich zu beheben, werden bei CI/CD mehrere kleinere Teile in das Repository eingefügt. Das Continuous Testing wird dadurch erleichtert, weil nur kleinere Stücke untersucht werden müssen und mögliche Probleme somit eher gefunden werden.
  • Kürzere Release Rates: Durch das rasche Erkennen und Beheben von Fehlern, können mehrere kleinere Code-Teile in kürzeren Abständen released werden. Dies ist allerdings nur möglich, wenn in einem kontinuierlichen Prozess entwickelt und der Code in einem releasefähigen Zustand gehalten wird.
  • Ordentlicher Backlog: Wird CI/CD in den Entwicklungsprozess integriert, so verändert sich die Fehlerquote im Backlog. Da kleinere Fehler rascher gefunden werden, kann sich das Team auf kritische Probleme konzentrieren.
  • Einfache Wartung: Mithilfe von Microservices können einzelne Bereiche eines Systems heruntergefahren werden ohne das restliche System betroffen ist. Somit können Wartungsarbeiten nahezu unbemerkt stattfinden.
  • Continuous Feedback: Durch die regelmäßige Integration des Codes, entsteht eine verlässliche und kontinuierliche Feedbackschleife. In dieser befinden sich vor allem Entwickler. Deren Rückmeldung zu Pipeline Build-Fehler, Merging-Problemen, Architektur-Rückschlägen usw. ist enorm wichtig für den gesamten Prozess.

Darauf sollte geachtet werden

Den Entwicklern soll die Arbeit mit dem CI/CD-Ansatz erleichtert werden, weshalb ein einfacher Prozessaufbau essentiell ist. Je weniger sie sich mit dem eigentlichen Prozess und manuellen Aufgaben aufhalten, desto effektiver kann gearbeitet werden. Zudem sollten Entwickler bis auf wenige Ausnahmen, direkt am Master-Branch arbeiten um eine sofortige Integration und das zugehörige Testen zu ermöglichen.

Wird CI/CD in den Entwicklungsprozess von Software integriert, so müssen automatisierte Tests auf allen Ebenen durchgeführt werden. Dies schließt mitunter Unit-, Integrations- und Systemtests ein, genauso wie automatisierte Tests für Funktionalität, Benutzerfreundlichkeit, Leistung, Last, Stress und Sicherheit durchgeführt werden müssen. Erst dann kann von CI/CD ganzheitlich profitiert werden.

Als nützliche Tools erweisen sich beispielsweise Repository-Management-Systeme wie Gitlab und Bitbucket oder Services für die Build-Automatisierung wie Jenkins oder eben auch Gitlab. Beispiele für die Testautomatisierung sind das Tool Katalon Studio oder jUnit in der Javawelt. Aber die Auswahl ist praktisch unendlich.

Fazit

Continuous Integration und Continuous Deployment zerstückeln den Entwicklungsprozess in kleine Teile. Diese Teile werden in regelmäßigen Abständen in ein gemeinsames Repository integriert und nach dem Testen dem Kunden rasch zur Verfügung gestellt. Sie sind ein zentrale Teil der DevOps-Methodik. Der gesamte Entwicklungsprozess wird übersichtlicher und flexibler, dadurch werden Fehler einfacher gefunden und behoben. Um mit der Konkurrenz mitzuhalten bzw. diese sogar zu übertreffen und unnötige Fehlersuche zu vermeiden, ist die Integration von CI/CD in den Entwicklungsprozess also eine einfache, effektive aber auch mittlerweile unverzichtbare Methode.

Starke Grundsteine für neue Wege setzen

Im Zeiten des Wandels 2020/2021 arbeiten wir mehr denn je an der Zusammenarbeit mit starken Partnern an unserer Seite und investieren in Innovationen. Der Fokus unserer Mitarbeiter liegt in der optimalen Umsetzung unserer Projekte, wobei ein Blick immer auf die Marktsituation und Entwicklung der Branche gerichtet ist. Wir freuen uns daher über einen neuen starken Partner an unserer Seite: Thomas Giessmann-FahrSicherung. Bei seinem Projekt www.ebikeVersicherungen.net setzen wir das ausgezeichnete Know-How unserer Mitarbeiter und unsere Stärke auf den Aufbau dieser Vision ein.

Die E-Bike Versicherung bietet einen Vergleich von Versicherungen für Zweiräder und ist demnach ein Insuretech-Startup. In dieses interessante Feld treten wir nun ein. Isuretech ist eine Kombination von Versicherung und Technologie, wobei der größte Vorteil zur klassischen Versicherung der optimale Zuschnitt auf eine konkrete Situation ist. So kann diese für einen bestimmten Zeitraum gebucht werden, ohne dass eine Kündigung notwendig ist, leicht und schnell per App. Der Vergleichsrechner der E-Bike-Versicherungen ermittelt das perfekte Produkt für den Kunden und berücksichtigt dabei alle Faktoren, wie Anlass, Modell, Zeit. Durch nur wenige Eingaben wird in kürzester Zeit eine Übersicht von möglichen Versicherungen erstellt, die u.a. einen Vollkaskoschutz zum Neuwert, Diebstahlschutz und den Verschleiß abdecken. Besonders für Berufspendler oder Sportler, die oft kostspielige Modelle besitzen, lohnt sich dies. E-Bike Versicherungen bietet hier für den Kunden die einfachste und schnellste Methode, um die verschiedenen Anbieter auf einen Blick zu vergleichen. Unser Entwickler Michael Deichen ist Experte im Backend und optimiert momentan die Schnittstelle zu www.flixcheck.de und trägt dazu bei die Seite noch professioneller zu gestalten und eine einfachere Handhabung für Kunden umzusetzen.

Wir sind absolut überzeugt von dem Erfolg dieser Zusammenarbeit und unterstützen das Projekt auch ohne den größten Gewinn zu erwarten. Vielmehr sehen wir unseren jetzigen Anteil als Investition in eine großartige Zukunft, denn Engagement stellt auch eine Form von Investment dar. Auch nach der ersten Phase des Kennenlernens freuen wir uns ihnen auch weiterhin zur Seite zu stehen. Schon von Beginn an gestaltete sich die Zusammenarbeit äußerst professionell und es bildete sich ein gut funktionierendes produktives Team aus Geschäftsführung, Entwicklern und Projektmanagement, das stetig an der Weiterentwicklung der Website und zugehörigen Schnittstellen arbeitet. Wir freuen uns Teil des Wachstums in diesem jungen Startup zu sein und sind positiv gestimmt auch langfristig ein starkes und erfolgreiches Team mit E-Bike-Versicherungen zu bilden.

Kehrwasser

Outsourcing: Profitieren bereits als Gründer

Am Anfang einer Gründung ist alles ungewiss. Ist es da zu früh an Outsourcing zu denken? Es gibt schließlich noch keine Einnahmen. Diese Schlussfolgerung wäre falsch und schade. Heute ist mir völlig klar, wieso. Ein Augenöffner.

Als Gründer ist es meine Aufgabe, einen Markt, ein Geschäftsmodell zu finden. Dazu gehört überhaupt erst mal Ideen für mögliche Märkte zu haben. Nicht geistesblitzfokussiert sondern marktlückenorientiert. Auch das ist eine Aufgabe, die Zeit in Anspruch nimmt.

Dazu muss ich erst mal in einem Modus sein, der sich praktisch ständig fragt: Gibt es da ein Problem für Leute? Gibt es jemanden, der das Problem bereits löst? Sind Leute dazu bereit, Geld auszugeben? Habe ich die Fähigkeit, dieses Problem zu lösen?

Was man außerdem tun muss

Ich muss ein Produkt entwickeln. Ich muss meine Hausaufgaben machen. Ich muss schauen, wie mein Produkt angenommen wird.

Die Marktlückensuche kann einem niemand abnehmen. Das ist kein delegierbares Problem. Die Produktentwicklung prinzipiell schon, bei dem nötigen Kleingeld, welches man als Gründer üblicherweise halt einfach nicht hat. Es müssen Werbemaßnahmen entwickelt werden, schon alleine nur um die Ideen zu testen. Es müssen Konkurrenzanalysen vorgenommen werden. Es muss die Zielgruppe bestimmt werden. Eine Jobanalyse (Value Proposition Canvas) ist sinnvoll. Bleiben wir nur mal bei diesen Aufgaben. Eine Corporate Identity muss her. Texte müssen formuliert und Fehler geprüft werden, der Social Media Kanal muss gepflegt werden. Und so weiter.

Fakt ist nun, dass ich wahrscheinlich eine Arbeit habe, die mich 40 Stunden pro Woche einnimmt. Mit Kindern, Familie, Freunden etc. kommen wir mit viel Anstrengung auf vielleicht 16 Stunden pro Woche, die wir für unsere Sidepreneurgründung erübrigen können. 56 Stunden Arbeit pro Woche muss man erst mal leisten können. Schafft man eine Existenzgründung mit knappen 16 Stunden?

Die Zeit wird knapp

Denn was wir wirklich tun müssen ist: Inhalte produzieren, mit Menschen kommunizieren, weitere Märkte suchen, andere Ideen eruieren, am Prototypen entwickeln, Beziehungen aufbauen.

Das dauert. 10 Stunden verbrennen wir damit. Jetzt brauchen wir je Markt und Umpositionierung wieder eine Konkurrenzanalyse, wir müssen die Zielgruppe definieren. Wir müssen Kanäle pro Zielgruppe definieren, eine Jobanalyse machen… ich zählte es bereits auf.

Das ist Schema-F-Arbeit. Trotzdem aufwändig. Das braucht wieder ewig. Weil wir keine Profis darin sind. Wir brauchen Wochen dafür. Wo finde ich den Konkurrenten? Die Konkurrenzpräsenz auf den verschiedenen Kanälen muss analysiert werden. Was muss ich überhaupt analysieren? Wie komme ich an Entscheider? Welche Daten sind wichtig? Das muss erst mal alles verstanden werden. Und sicher schrieb irgendjemand dazu einen Blogartikel, ein E-Book oder drehte ein Erklärvideo auf YouTube. All das muss erst mal gefiltert werden. 100 Stunden? 200 Stunden?

Bis das gelernt wurde, ist die Zuversicht über eine erfolgreiche Selbstständigkeit schon wieder verloren. Und wollten wir nicht eigentlich erreichen, Dinge zu tun, die wir gut können und gerne machen?

Jetzt mal eine andere Perspektive

Wir haben uns in den Kopf gesetzt, eine selbstständige Existenz aufzubauen. Das Ziel ist es, am Ende unsere Arbeit ortsunabhängig, zeitunabhängig, weniger weisungsgebunden zu sein, ein höheres Einkommen zu erzielen, etc. Gleichzeitig soll eine sichere Auftragslage herrschen. Freiheit aber dafür Sorgen wäre kein guter Tausch. Mit einigen Abwandlungen einzelner Gründertypen ist das üblicherweise der zentrale Zweck einer Gründung.

Das bedeutet, ein Existenzgründer kann nicht einfach irgendetwas tun. Er muss schon das Potenzial haben, die genannten Ziele zu erreichen. Es gibt also gewisse mögliche Ansatzpunkte. Es gibt verschiedene Gelegenheiten, die sich dem Gründer bieten. Aber nicht jede fixe Idee ist gleich eine Geschäftsidee, nur weil es eine Idee ist. Geschäftsideen müssen sich auch nicht grundsätzlich dadurch auszeichnen, dass sie niemand vorher je hatte. Es kann sein, dass man an ein wirkliches Problem stößt, welches viele, viele Menschen haben. „Die Menschen können mit ihren Liebsten in der Ferne nur schwer kommunizieren. Jetzt erfindet Tim Bernes Lee das Internet. Ich bin technisch begabt. Ich erfinde Skype.“ Das kann aber auch einfach so etwas sein wie „In Hintertupfingen gibt es nur die Supermarktbäcker und die Hintertupfinger meckern ständig darüber. Ich mache einen echten Bäcker auf“. Diese Reife sollte ich im Gegensatz zu einem Traumtänzer mitbringen.

So gesehen, bleibt einem Gründer also gar nichts anderes übrig, als immer wieder ein Stück in vier Akten aufzuführen: Idee für Marktlücke, Hausaufgaben, prototypische Produktentwicklung, Testen.

In Hausaufgaben, Produktentwicklung und Testen liegt ein riesiger Batzen Schema-F-Arbeit.

Eine einfache Rechnung

Sagen wir, wir müssen 10 mal durch diesen Prozess, um das Endziel zu erreichen. Für das erste Mal müssen wir noch alles lernen. Beziffert sind das vielleicht 200 Stunden. Beim zweiten Mal geht es etwas schneller, wir lernen etwas dazu. 130 Stunden. Das nimmt dann je Durchlauf exponentiell weiter ab. Am Ende brauchen wir im Durchschnitt 50 Stunden für den Schema-F-Batzen.

Wenn es nur das wäre, wären wir bei 500 Stunden. 30 Wochen. Also knappen 7 Monaten, nur um etwas profitables zu finden.

Dazu kommt der Entrepreuranteil. In was investiere ich? Wie will ich mich darstellen? Welche Marktlücken sehe ich? Welche Chancen habe ich auf dem Schirm? Wie ist meine Hypothese für die Problemlösung? Wie ist meine Produktidee dafür? etc. Würde uns die Arbeit daran gefallen und motiviert uns das, so dass es gerne unsere Zeit in Anspruch nehmen darf. Zeit allerdings wird auch dieser Anteil in Anspruch nehmen. Und egal was wir tun: durch diese Tätigkeit können wir naturgemäß nichts verdienen. Denn wir müssten diese Aufgaben schließlich nicht machen, wenn wir bereits wüssten, wie mit der Idee Geld zu verdienen ist.

Der Arbeitsaufwand für dieses Segment lässt sich schwer abschätzen. Ideen haben Inkubationszeiten. Bei mir persönlich ist das immer wieder ein längerer Prozess. Sagen wir optimistisch geschätzt einen Monat im Schnitt, bis man zur nächsten Reifestufe des eigenen Plans kommt. Das ist der kreative Teil einer Gründung. Der Entrepreneuranteil.

Etwa zehn Mal müssen wird durch den Prozess, haben wir weiter oben geschätzt. Das macht 10 Monate reine Entrepreneurarbeit, um das Endziel zu erreichen. Insgesamt haben wir also geschätzte 17 Monate vor uns.

Dazu kommen Phasen des Zweifels und der Frustration. Zeiten, in denen wir nicht so richtig weiterkommen. Sagen wir nochmal ein Drittel der Zeit, also etwa 4 Monate. Das macht den Frustanteil aus. Addiert sind es also insgesamt 21 Monate.

Wie wir den Kuchen auch schneiden: Die Formel lautet: Mit 21 Monaten Arbeit neben Job und Familie, erreicht der Gründungswillige durchschnittlich das Ziel einer soliden selbstständigen Existenz. Welche Idee es letztlich auch wird.

Das Ass im Ärmel haben wir vergessen!

Wir machen aus unserem Handicap eine Stärke. Den Trumpf, den wir haben, ist ausgerechnet unser Hauptberuf! Den erledigen wir im Schlaf. Täglich. Und erhalten dafür ein sicheres Einkommen. Punkt. Zeit gegen Geld. Das wollen wir zwar überwinden, aber: immerhin ist es eine Geldquelle. Praktisch unser einziger Kunde bis dato. Was, wenn wir das zurücktauschen? Was, wenn wir uns bei den drei Teilen Schema-F-Batzen, Entrepreuranteil und Frustanteil den beiden ungeliebten und zeitraubenden Anteilen entledigen könnten? Und das Geld, sagen wir von einem Arbeitstag unseres täglich Brot, in Experten investieren?

Dann ist der Schema-F-Anteil bereits bestmöglich erledigt! Das heißt von den 21 Monaten ziehen wir 7 ab. Die gewonnene Sicherheit minimiert den Frustanteil. Statt 21 Monate unbezahltem Gründerchaos, sind es nur noch 14.

Ende gut, alles gut

Meiner Erfahrung nach liegt die größte Herausforderung beim Gründen im Verständnis von Dingen, die den meisten Menschen nicht beigebracht werden. Es ist schon so etwas wie ein Geheimnis, das sich nicht leicht vermitteln lässt. Es ist schwer mitteilbar und selbst in der eigenen Familie dringen häufig nur Teile aber nicht das große Ganze an die Nachkommen durch.

In diesen 14+ Monaten hat der Gründer nun einige dieser Dinge erfahren können. Die Hoffnung besteht, dass er sie auch verstanden hat.

Der Gründer ist jetzt ein Gründer. Jetzt hat er einen Ansatz gefunden mit dem er wirklich loslegen kann und jetzt sieht er auch Erfolge. Außerdem kann er jetzt besser auftreten. Die Einnahmen, die er nun generiert, ermöglichen ihm immer weniger aus dem Gehalt zu schöpfen, auch wenn das nicht das vorrangige Ziel sein sollte. Auch in der nächsten Phase sollte nun investiert werden, um die Gründung auf ein solides Fundament zu stellen.

P.S.

Um das Ass im Ärmel ausspielen zu können und unser klassisches Gehalt konstruktiv zu nutzen, ist es erforderlich, aus der Haltung des Konsumbürgers auszubrechen. Das ist ein Thema für sich. Auf den Punkt zusammengefasst beschäftigen sich gerade berufstätige Familienmenschen sehr viel mit dem neuen Auto, dem Eigenheim, Thermomix und Kinderspielzeug.

Hier gilt es natürlich den schweren Sprung zu machen: weg von dem Glaubenssatz, man müsse sich „verbessern“ (was ein Euphemismus ist für Webergrill und Neuwagen kaufen, weil der Nachbar das auch „geschafft“ hat), hin zu der Haltung, dass ein Umfeld, das solche Verbesserungen nötig hat, eher Gift für die eigene Entwicklung ist.

Autor: Kevin Heusinger

Kehrwasser

Networking: Wie Allianzen die Gründung beschleunigen

Nun finde ich mich also in Hamburg wieder, meine Allianzen schmiedend. Zeitverschwendung? Dass sich meine Mitstreitersuche hier so schnell bezahlt macht, hatte ich gehofft, aber nicht gedacht. Warum es immer eine gute Idee ist nach sinnvollen Allianzen zu suchen, erkläre ich in diesem Artikel.

Realisieren, wie wertvoll Allianzen sind

Wir sind nicht allein auf der Welt. Auch wenn Humanoid (für neue Leser: Ein Webservice aus unserem Hause) einige Alleinstellungsmerkmale besitzt, gründen wir nicht wettbewerbslos. Agenturen, Plattformen wie Fiverr oder Upwork haben benachbarte Angebote. Leser meiner Artikel wissen, dass ich bereits 2013 gründete, mich jedoch erst 2017 konsequent ins Gründergeschehen warf. Ich befragte damals systematisch viele verschiedene Zielgruppen zu unserer Problemlösung.

Lose Netzwerke entstanden. Aus manchen dieser Beziehungen erwuchsen starke Partnerschaften. Mit den einen tauschte ich Erfahrungen aus, mit anderen bildete ich regelmäßige Treffen, um den aktuellen Kurs zu hinterfragen. Diese losen Enden erkannte ich, geben jedem einzelnen mehr Wert zurück, als er investieren muss. Zu schön um wahr zu sein? Wenn jeder etwas einbringt, kann nicht mehr herauskommen, als die Summe daraus, richtig? Falsch! Das Zauberwort heißt „Wechselwirkung“.

Das lässt sich auch rechnerisch erklären. Der erste Faktor ist: Man teilt gewisse Ressourcen und die gesamte Allianz profitiert davon. Das ist wie der Internetanschluss in der WG. So ist es beim Einkaufen, bei der Hausarbeit, bei der Miete an sich. Und so ist es auch in Unternehmerallianzen: Domains, Analysen, Wissen, die einzelnen Netzwerke werden geteilt. Eine andere Komponente ist der Zugriff auf Unbezahlbarkeiten. Ein Berater lässt sich bezahlen. 300€ pro Stunde. Echte Erfahrungen aber, echte Fehlgriffe, von echten Gründern sind wesentlich mehr als das wert und mit dreihundert Euro nicht aufzuwiegen.

So ein Zusammenhaltsgedanke scheint heutzutage utopisch, idealistisch, altmodisch, obsolet. Wir kennen es aus dem Alltag nicht mehr. Das ist ein Fehler: Denn im Geschäft befinden wir uns nicht in unseren beschaulichen Alltagen. Es herrscht harter Wettbewerb, die Wahrscheinlichkeit zu scheitern liegt bei 80%, die Existenz steht auf dem Spiel. Es ist Krieg. Wer an dieser Front ernsthaft kämpft, sollte viele Verbündete haben. Nur weil wir alle stets gegen Goliath kämpfen, heißt das nicht, dass wir zwingend wie David Erfolg haben werden. Wir sollten uns verbünden und Allianzen gründen.

Herausforderung Allianz

Leider gibt es auch schlechte Allianzen. Zum Beispiel wenn sie zu reinen Vertriebszwecken unterwandert werden. Dann gewinnen nicht alle Mitglieder durch den Zusammenschluss. An diesem Punkt experimentiere ich noch. Eine Allianz will in gewisser Weise moderiert werden. Schonmal sagen kann ich, dass meiner Erfahrung nach zwei Bedingungen zu erfüllen sind: Erstens muss jedes Mitglied in ähnliche Richtungen wirken und zweitens muss eine gewisse Leistungsbalance gewahrt werden.

Zusammenhaltsgedanke muss erarbeitet werden

Um es ganz deutlich zu sagen, der Gedanke, den Aufwand für eine Allianzenbildung könne man sich nicht auch noch ans Bein binden, ist einfach nicht klug. Denn die Allianz spart unter dem Strich Zeit und Geld. Klingt zu schön, um wahr zu sein? Nein. Aus unserer Ellenbogengesellschaft heraus verlernten wir die Notwendigkeit von Zusammenarbeit. Wir sind im Alltag erheblich weniger auf unser Umfeld angewiesen als noch vor 80 Jahren. In unseren westlichen Leben herrscht für gewöhnlich Überfluss, statt der dörflichen Knappheit früherer Jahrhunderte. Wir müssen realisieren, dass bzgl. unserer Unternehmung eher allerdings Knappheit herrscht.

Wie wir den Kuchen auch schneiden: Zum Unternehmer macht uns, dass wir irgendwie ein größeres Ziel verfolgen. Ob wir nun ein neues Vereinsheim organisieren oder eine Innovation vorantreiben. Es bedarf keiner Raketenwissenschaft einzusehen, dass dieser zwanghafte Einzelkampf mit ein Grund dafür ist, dass 80% der Gründungen scheitern. In Wahrheit ist die Realität viel großartiger: Was wir nur noch aus Filmen kennen, nämlich dass sich Menschen zu einem höheren Ziel zusammenschließen, ist für Unternehmer wieder eine Notwendigkeit.

Alles Heuchelei und in Wahrheit einfache Verkaufsmasche?

Für viele bedeutet „Netzwerken“ eine Beziehung vorzuspielen, um davon zu profitieren. Vielleicht können wir „Netzwerken“ auch einfach so definieren. So betreiben es auch viele. Wer potentielle Kunden kontaktiert, sich zwischenmenschlich gibt, Gemeinsamkeiten herausstreicht und nach einer Anzahl von Gesprächen einen Deal erwartet, der vertreibt (eher schlecht als Recht) ein Produkt.

Das Konzept, das ich beschreibe, unterscheidet sich vom Vertrieb und damit von dieser Form von Netzwerken. Natürlich entstehen ab und an schonmal Aufträge. Reziprog Aufträge zu tauschen, vielleicht peinlichst genau auf gleiche Leistung zu achten, kann auch sinnvoll sein, ist aber nicht die Essenz. Der wesentliche Unterschied zum plumpen Vertrieb liegt in der effektiven Nutzung von Ressourcen. Und das ist einfach das Prinzip z.B. einer WG, einer Bürogemeinschaft, von Co-Workingspaces, vielleicht eines Vereins und auch das von politischen Bündnissen. Das bedeutet es genau so wenig, wie tausend Freundschaften zu schließen. Es bedeutet: Gemeinsam ein Ziel schneller zu erreichen. Romantisch ausgedrückt: Sich gegenseitig beistehen. Heroisch ausgedrückt: Allianzen bilden.

Autor: Kevin Heusinger

Wie ich mit Zapier und Google Forms Umfragen automatisiere

Erfolgreiche Unternehmer befragen zu gegebenen Zeitpunkten im Jahr ihre Kunden. Nichts ist wichtiger, als die Probleme der Kunden zu kennen. Das ist jedes Mal aufs Neue aufwändig. Es macht Arbeit gute Fragen zu finden. Und hübsch muss alles aussehen. Wir konfigurieren die Umfrage, versenden Einladungen, erheben, bereiten auf und analysieren die Ergebnisse. Nun, da Zeit weiterhin Geld ist, sollte man wenn möglich diesen Prozess von Mühe befreien. Die Krux ist, große Teile dieser Arbeit zu automatisieren.

Dazu können wir Zapier nutzen. Zapier ist ein Onlinetool, mit dem wir das kostenlose Google Forms mit anderen Diensten, Apps und Tools verbinden, für die diese Funktion ab Werk eigentlich fehlt. So lassen sich Automatisierungen erstellen, die schleppende Aufgaben für dich erledigen. Ob du nun Daten von einem Ort zum Anderen kopierst, Umfrageteilnehmer anschreibst oder in Listen einträgst. Falls da noch Inspiration fehlt, gebe ich gleich die wichtigsten Beispiele.

Google Forms reicht völlig aus:

In diesem Artikel nutze ich Google Forms. Ich finde es einfach und universell einsetzbar. Auch das bekannte Survey Monkey kann verwendet werden. Du kannst jedes andere Umfragetool verwenden, solange Zapier es unterstützt. Im Gegensatz zu Google Forms benötigt Survey Monkey dafür einen Bezahlaccount. Den Funktionsumfang kenne ich nicht. Weitere Alternativen wären WuFoo und TypeForm.

Bleiben noch die kleinen Teilaufgaben, die von einem Menschen ausgeführt werden müssen, wie das Gestalten eines Abschlussberichtes oder das Formulieren der Kunden-E-Mails. Dazu nutze ich Humanoid, weil es im Gegensatz zu Fiverr zuverlässig Endergebnisse bietet und mit Zapier funktioniert. Beides notwendige Eigenschaften.

7 Beispiele zur Automatisierung:

Hier sind sieben konkrete Beispiele zum Nachmachen, um den Prozess aus Erstellen, Senden und Verarbeiten von Umfragen zu automatisieren. Wir starten einfach und behandeln später interessantere Endabläufe.

1. Halte alle Antworten automatisch in einer Exceltabelle fest:

Wir wollen die Ergebnisse ohnehin am Ende als Exceltabelle exportieren, für unsere Unterlagen. Wir können das Exceldokument (eigentlich ein Google Spreadsheet) natürlich so gestalten, dass es uns die wichtigsten Zahlen gleich als Diagramm visualisiert. Dieses passt sich an, sobald neue Umfrageergebnisse hinzukommen.

Mit diesem Spreadsheet können wir alle Beteiligten im Team über neu eingetroffene Ergebnisse gleich informieren.

2. Sende Einzelantworten in den internen Teamchat:

Langsam erschaffen wir eine einer Art Echtzeitumfrage. Um das PR-Team oder auch die gesamte Mannschaft über die Ergebnisse zu informieren, senden wir die Antworten an einen Channel in der Chatanwendung. Unser Team nutzt Slack. Auch hier sind wieder andere Anwendungen ebenfalls unterstützt.

Wenn du das Exceldokument aus Schritt 1 in die Nachricht einfügst, kommunizierst du einfach ein anschauliches Diagramm.

3. Danke den Teilnehmern mit einer personalisierten E-Mail:

Klar schickt Google Forms eine Mail an die Teilnehmer, wenn gewünscht. Wer einen professionellen Eindruck hinterlassen will, der kann eine personalisierte E-Mail über die eigene Domain versenden. Diese lädt den Teilnehmer dann im Cooporate Design zum Blog, zum Slackkanal oder zur Facebookseite ein.

4. Mit der Umfrage die Kundenbindung stärken:

Die Teilnahme an der Umfrage hat bereits eine Information über den Kunden gebracht: Er hat ein gewisses Vertrauen in das Unternehmen. Es ist klug, dies im CRM (Customer Relationship Management) zu notieren. Das können wir nun automatisieren. Zapier funktioniert bspw. mit den Anbietern Hubspot und Salesforce.

Ich habe das mal mit dem CRM Hubspot gemacht.

5. Füge die Teilnehmer zu einer Newsletterliste hinzu:

Wo wir schon dabei sind, die Kundenbindungen zu vertiefen, können wir die Teilnehmer auch gleich unserem Newsletter hinzufügen. Dazu nutze ich MailChimp in der einfachsten Version.

Also: Wenn Umfrage durchgeführt, E-Mail-Adresse einer MailChimp-Liste hinzufügen.

6. Erstelle ein ansehnliches Abschlussdokument:

Wenn ein Abschlussdokument im Cooporate Design, mit hübschen Grafiken und netten Texten erstellt werden soll, kommen wir um einen Menschen in den Ablauf nicht umher. Hier kommt Humanoid ins Spiel.

Wir haben vielleicht eine Vorlage aus dem letzten Jahr, es reicht bereits ein gestaltetes Worddokument.

Senden Sie am Tag des Umfrageendes die Ergebnisse samt der Vorlage an Humanoid, mit der Anweisung, die neuen Umfrageergebnisse in die Vorlage zu übertragen.

https://humanoid.fivetwenty.de/landing

7. Ergebnisse auf der Website darstellen:

Bereit für eine kleine Herausforderung? Klar, erstmal muss so eine Website, die die Umfrageergebnisse darstellt erstmal gestaltet worden sein. Wenn es sie jedoch ist, reicht ein System wie WordPress um nur die Inhalt auszutauschen.

Ein weiteres System wie WordPress ist Grav CMS. Die Umfragedaten können dort in einer einfachen Textdatei hinterlegt werden:

Jetzt muss diese Textdatei nur noch in dieses Grav CMS. Zapier bietet leider keine Schnittstelle um Dateien auf einen Server zu übertragen. Sonst würde es rein mit Zapier gehen.

Das lässt sich wieder mit Humanoid lösen. Die Task „Seiteninhalt zu Grav CMS Installation hinzufügen“ ist dafür passend. Man gibt die Datei mit, die Zugangsdaten zu Grav CMS und den Ort, an dem es gespeichert werden soll. Zum Beispiel:

deinewebsite.com/material/surveys/2019

Und damit wäre das geschafft.

Ich habe für diesen Artikel eine Umfrage auf dieser Basis erstellt: https://goo.gl/forms/JKFwLVr0LpWOUtO73. Wer sie ausfüllt, bekommt eine Einladung zum Betatest und wird in den Slackkanal eingeladen. Es geht um unser kostenloses Tool Humanoid Kontrakt.

Prozess ausprobieren:

IFTTT wäre übrigens ein Kandidat statt Zapier. Fragen gerne in die Kommentare. Viel Erfolg bei deiner eigenen Umfrage.

Autor: Kevin Heusinger

Kehrwasser Blockchain-Anwendung



Der Abbau des ersten Blocks in der Humanoid Blockchain-Anwendung wurde durchgeführt. Humanoid ist ein innovatives und smartes Projekt von Kehrwasser, das AI- und Blockchain-Technologie nutzt. Bei Kehrwasser unterstützen wir nicht nur Unternehmen bei der Durchführung ihrer Legacy Modernisierung. Unsere Kunden profitieren von unserem Wissen um neue Technologien. Für detaillierte Informationen über die Entwicklung der Blockchain-Anwendung wenden Sie sich bitte an uns.

Autor: Kevin Heusinger